So kam es zur Griechenlandkrise:

Lopatka oder Leitl, ja oder ja? Lopatka verteufelt Finanzsteuern, Leitl sagt ok zu
Bankenzocken und Risikosteuer: (2 Modelle sind momentan aktuell)

a) FINANZTRANAKTIONSSTEUER: Sie hat ihre Wurzel in der sogenannten Tobin-Tax. Diese 1972 vom US-Wirtschaftswissenschaftler James Tobin ins Spiel gebrachte Steuer beschränkte sich auf eine Abgabe auf Devisentransaktionen, also eine Steuer auf internationale Währungsgeschäfte, um Spekulationen mit Devisen einzudämmen. Diese Idee wurde mit der FTT auf alle spekulationsanfälligen Bereiche – von Devisen, Aktien und festverzinsliche Wertpapiere über Derivate bis Rohstoffe und Immobilientitel – ausgeweitet. (Zitat)

b) FINANZAKTIVITÄTSSTEUER: Diese stark eingegrenzte Variante wird vom Internationalen Währungsfonds (IWF) bevorzugt. Dabei handelt es sich um eine spezifische Steuer nur auf Gewinne und Vergütungen der Kreditinstitute. Die FAT führt wie die Bankenabgabe zu einer Belastung des Eigenkapitals der Banken. Sollte nur ein Teil der Spitzengehälter mitversteuert werden, wäre es eine Art zweite Körperschaftssteuer für Banken. (Zitat)

(beide Zitate sind inhaltlich richtig)

Im Klartext heisst das, dass a) FinanzTRANSAKTIONSsteuer nicht nur GEWINNE aus Spekulation besteuert werden (was der IWF mit b) FinanzAKTIVITAETSsteuer will),
sondern
dass das Zocken selbst besteuert wird (als Umsatzsteuer, d.h. Spekulationsverluste kosten dann — zb die Bank — Steuer UND Zockereiverlust)

Der Unterschied ist klar: Spekulation zahlt sich dann nur mehr aus, wenn Steuer PLUS (eventueller) Verlust von Spekulationsgewinn(en) verkraftet werden.

Es treten sont keine Kosten fuer Bank oder Kunden — ausser eben bei Zockerei — auf, d.h. dass Spekulationen ein massives Hindernis in den Weg gelegt wird,
WENN
a) diese Steuer alle Spekulationsformen trifft (Aktien, Termingeschaefte/Optionen, verschiedene Wettformen auf steigende/fallende Werte, Anleihen, Schuldverschreibungen etc.etc.
b) alle Spekulanten betroffen sind (Banken, “Investment” Firmen, Finanz”dienst”leister”, “Wirtschafts”dienste” etc.)
c) wenn diese Steuer hoch genug ist (warum eigentlich nicht
20% MWSt wie es “normale” Menschen auf jede Wurstsemmel zahlen muessen???)
UND
wenn auf SpekulationsGEWINNE (wie sonst ja auch) eine Gewinnsteuer zu zahlen ist.

***

Dass dann “Kapital abwandert” (was Lopatka, OeVP, bei Stiftungen befuerchtet),
ist durchaus POSITIV:
(und absolut NICHT aus kapitalismus- oder marxismustheoretischen Gruenden!!)

Kapital (wie in jeder Bilanz zu lesen) = SCHULDEN, also nichts Positives.
Kapital (als Geldmenge im Land) blaeht daher nur Bankbilanzen auf
— Geldmengen fuer Kredite stellt die jeweilige Zentralbank/Nationalbank
(ebenfalls als Kredit) zur Verfuegung,
ansonsten sind solche Kredite auf “Kapital”basis nur ein Risiko- und
Destabilisierungsfaktor fuer das jeweilige Land, siehe Griechenland) —
UND
zieht Zinsgewinne aus dem Land ab (wenn die Herkunft des Geldes im Ausland liegt).
Kapital steht NUR DANN als “Investitionen” fuer zb Industrie zur Verfuegung, wenn
a) goodwill vorhanden ist, Kredite zu geben bzw. zu ermoeglichen (das ist der Risiko- und
Destabilisationsfaktor, der de facto eine (Goodwill-) Korruptionsform der Regierung ist)
b) keine Verluste auftreten (d.h. Kredite fuer Produktion, zb von Lebensmitteln, gegeben
werden und Aktien zwecks Dividende gekauft werden, aber NICHT Kredite fuer spekulativen
AktienKAUF oder sonstige Finanztransaktionen mit Hoffnung auf Kursgewinne stattfinden).

***

“Abwandern” heisst also nur, dass im Fall einer FinanzTRANSAKTIONSsteuer (20% MWSt waere
wesentlich besser als 0,2% wie es Tobin vorschlug und Leitl akzeptiert)
SPEKULATIONS”KAPITAL” ausbleibt und weniger hohes BIP (von dem niemand was hat,
ausser Kennzahlenbetruegern a la Schuessel, Bartenstein und Co) bzw. weniger hohe
“Bilanz”summen” in Banken aufscheinen.

Sogar ein “Abwandern” von Produktionen (Maschinenbaufirmen Heid Stockerau,
Emco Maier Hallein, Andritz etc.etc.) hat mit “Abwandern” von “Kapital” einfach GAR NICHTS
zu tun, denn die bleiben auch bei “Bestbedingungen” nur da, wenn sie wollen
(sogar wenn perfekte “flexible” Sklaven GRATIS zur Verfuegung gestellt werden und diese
Sklaven dann noch etwas dafuer zahlen, dass sie “arbeiten” duerfen,
denn
“Wirtschafts”standort” + Hinunterlizitieren findet ja IMMER auch woanders statt)

***

“Abwandern” solcher “Investoren” heisst daher = WENIGER DESTABILISIERUNG
— inklusive weniger Retro in die Dienstbotengesellschaft des 15.-19. Jhts —
und sonst gar nichts.

(wie bei jedem Lotto- oder Casinospiel sind IMMER die Verluste = Einnahmen des Croupiers
fuer seine Lottofirma oder Casinofirma HOEHER als die Gewinne sein koennen,
denn sonst funktioniert das nicht; “Bank” im Casino — die “immer gewinnt” —
ist nicht Bank an Boerse oder “Finanz”markt”: dort sind Banken die Kunden=Spieler)

(auch wenn Floettl lange Zeit Gewinne fuer Papa und dann fuer Elsner hereinbrachte
— und dasselbe gilt auch fuer Ackermann/DB, Treichl/Erste, Scharinger/RI und Co —
funktioniert so etwas nur als Randerscheinung ABER nicht systematisch, nicht auf Dauer
und vor allem nicht mit beliebig hohen Summen; dann wird naemlich der Spieler = Bankhaus,
Broker, Zocker etc. abgedreht wie es letztlich sogar JPMorgan und Lehmann passierte)

(dass solche Zockerbosse nicht Lizenzkosten JEDES JAHR fuer ihre “Taetigkeit”
PLUS Spitzensteuersatz 90% fuer alle umsatzabhaengigen Boni zu zahlen haben,
— vor allem nach den ungerechtfertigten “Rettungs”paketen” —
ist absolut nicht einzusehen: in Konkurs mit den Crashbanken, “SYSTEM”RELEVANT” ist
NUR deren Bankomatsystem, und das nimmt dem Konkursrichter jede andere Bank mit Handkuss
ab bzw. ist notfalls problemlos von “Staat” zu betreiben, bis wieder Konkurrenz da ist;

wer von Risiko lebt, mag bei Crash privat haftungsfrei bleiben, wusste aber vom Risiko und
verliert dann eben seine Firma oder seinen “Unternehmens”bereich”,
zb Spekulations-/”Investment”- Abteilung)

Mit “wir zahlen nicht fuer eure Krise” ist das aber nicht getan: erst wenn massive
Mehrheiten wirklich begreifen, was da passiert und welche Parteien ueberhaupt erst
daran denken, etwas dagegen zu tun
— SozialdemokratInnen liefern bisher nur nettes Gerede, haben aber inklusive Edlinger
IMMER den Zockerpartien die Mauer gemacht; mal sehen, ob Faymann da anders ist —
bzw. dass bei Wahlen tatsaechlich etwas dafuer getan werden kann (und sollte),
dass sich das aendert.

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